Aufbahrungssarg

In Baukursen wurde beides klar: für die Aufbahrung, die Abschiednahme, die Einsargung ist ein schön gestalteter Sarg wichtig und richtig, der ästhetische Aufwand ist Entsprechung der Achtung gegenüber dem Verstorbenen. Für unter die Erde oder ins Feuer - zu schade! (¿Öko-Materialismus?)

Einfach so oder auch deshalb kam auf die Idee eines wiederverwendbaren Aufbahrungssarges. Und nah lag der Blick zum historischen Pestsarg oder vielleicht besser Gemeindesarg. Nur freilich soll alles pietätvoll und in der Geste stimmig vor sich gehen. Also kein Hinein und wieder Heraus, sondern klar ein Hindurch. Und der Sarg soll nicht später heimlich wieder hochgezogen werden...

Gleich ein paar Bilderfolgen des ersten Teils, Sargaufbau, Aufbahrung, Einsargung, Sargverschluss.

So stelle ich mir das Weitere vor:
Der Sarg steht erst über dem Grab auf Traghölzern. Dann wird er an Seilen gefasst (diese könnten gleich in Nuten auf den Hölzern liegen). Und dann wird der Sarg oben gehalten und das Totenbrett oder die Bodenplatte eben auf den Seilen nach unten gelassen in den verschalten Rahmen. Sarg beiseite und Deckelbretter hinab und aufgelegt (damit der Leichnam die Schäufelchen Erde nicht etwa in den falschen Hals kriegt;-). Blumen und Erde...
Wie das aber geht, ohne dass alle dabei unterm Sargrand den Leichnam ein letztes Mal winken sehen?
Da ist eben der Bestatter gefragt!

Wer andere Ansichten noch vergleichen will, mag in den ausführlichen Folgen fündig werden: